Schon früh wurde in China der so genannte Mondkuchen serviert. Er war mit einer Paste aus Bestandteilen der Lotuspflanze aromatisiert.

Im von den Mongolen besetzten China dienten die Mondkuchen dem aktiven Widerstand. Da die Mongolen aufgrund der enthaltenen Lotuspaste keine Mondkuchen aßen, konnten in ihnen heimlich Botschaften geschmuggelt werden.

Chu Yuan Chang, ein patriotischer Revolutionär, verkleidete sich als Taoistenpriester und reiste durch das Land, um die Kuchen in den besetzten Städten zu verteilen. Auf diese Weise konnte ein Volksaufstand koordiniert werden, der schließlich zur Ming-Dynastie führte.

Die Tradition, Botschaften in Mondkuchen einzubacken, wurde nach dem erfolgreichen Aufstand immer beliebter, jedoch statt revolutionärer Anweisungen versteckte man gute Wünsche und Sprüche in den Kuchen. Auch Geburten von Kindern verkündete man so. Die Kekse mit den Verkündigungen verteilte man dann bei Festen. Durch regelrechte Schreibwettbewerbe wurden die Sprüche immer kreativer und origineller.